Die Musikerzieher der MHS TULLN haben es sich im Gründungsjahr 1982, als die erste Klasse der MHS installiert wurde, zum Ziel gesetzt, die Musikalität der Schüler in jener Weise zu fördern, dass sie nach Beendigung der Schule in der Lage sind, das kulturelle Leben in ihrem Umfeld aktiv mitzugestalten bzw. sich musikalisch weiterzubilden. Ganz wichtig sind uns fröhliche Kinder und zufriedene Eltern, demnach ist auch der Stellenwert der Musik zwar als sehr bedeutend anzusehen, jedoch um das Fortkommen in der Schule nicht zu beeinträchtigen die "wichtigste Nebensächlichkeit".

 

Schwerpunkte

Um eine sinnvolle und zielgerichtete Arbeit zu gewährleisten, haben wir uns in unserer musikalischen Arbeit folgende Schwerpunkte gesetzt: 

 

CHORGESANG - SPIELMUSIK - BLASMUSIK - TANZ UND BEWEGUNG

Singen ist uns wichtig! Es nimmt auch in der praktischen Arbeit viel Zeit ein. Chorgesang pflegen wir als Klassengesang, in der Gruppe oder in Großprojekten als Schulchor. Zur Ausbildung gehört als wesentlicher Bestandteil chorische Stimmbildung. In unserem Repertoire finden sich Lieder aus allen Jahrhunderten: vom Choral bis zum Volkslied, vom klassischen Lied bis zu Musical und Rap.

Jedes Kind lernt zumindest ein Instrument. Ein gediegener Instrumantalunterricht ist Grundlage für das Ensemblemusizieren. Die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens - sowohl in Kleingruppen als auch im großen Orchester - ist ein ganz wesentlicher Aspekt unserer Schule: im Spielmusikunterricht pflegen wir die Volksmusik genauso wie Popmusik in verschiedenen Besetzungen, auch die Arbeit mit dem Mikrofon und modernen Tonanlagen wird vermittelt. Die Holz- und Blechbläser sowie die Schlagzeuger haben die Möglichkeit, im Schulblasorchester mitzuwirken, wo sowohl traditionelle Blasmusik als auch moderne Arrangements am Programm stehen.

 

Jahresarbeit

Eine gut geplante Jahresarbeit ist Voraussetzung für ein effizientes Arbeiten. Einige Veranstaltungen sind Fixpunkte in unserem musikalischen Bildungsprogramm: MUSISCHE WOCHEN in der ersten und vierten Klasse, wobei hier das gemeinsame Musizieren (Tanzen und Singen) im Vordergrund steht. Der regelmäßige Besuch der JEUNESSEKONZERTE, die in Tulln angeboten werden, sind Gegenstand der Vorbereitung im Musikunterricht. Wir sind daher auch alle Jahre eingeladen, Wünsche bezüglich des kommenden Jahresprogrammes zu deponieren. Weiters gestaltet jede Musikklasse einmal im Jahr einen ELTERNABEND, wo sowohl instrumental und vokal als auch in den diversen Ensembles der Leistungsstand der Schüler dargeboten wird. Als Fixpunkte kann man auch das jährlich gestaltete Adventsingen und diverse Messgestaltungen betrachten.

Von vielen Institutionen werden wir zur Gestaltung von FEIERN und FESTEN eingeladen. Hier müssen wir mit den Terminen und Zusagen sehr behutsam umgehen, um nicht das Schuljahr zu überladen.

Einmal pro Semester laden wir in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturservice Künstler und Musiker in unsere Schule ein, die mit den Kindern im Rahmen von WORKSHOPS vielfältige musikalische Spezialgebiete erarbeiten.

Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit dem sogenannten SCHÜLERAUSTAUSCH gemacht, wo gemeinsam mit einer Partnerschule eines anderen Bundeslandes ein verlängertes Wochenende gestaltet wird. Innerhalb von drei Tagen (meistens Freitag - Sonntag) absolvieren wir gemeinsam ein Konzert, diverse Kulturveranstaltungen und eine halbtägige Wanderung.

 

Projekte

Jedes Jahr gegen Schulschluss gestalten wir alle gemeinsam im Stadtsaal Tulln eine große Schlussveranstaltung, die unter einem bestimmten Thema steht. Wir finden diese Art der gemeinsamen Projektarbeit sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer sehr wichtig, da hier das Gemeinsame im Vordergrund steht und so viele neue musikalische Aspekte erarbeitet werden.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Das Funktionieren einer Schule hängt sehr stark auch mit der Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Berichte in den diversen Zeitungen des Bezirkes und des Bundeslandes sind von großer Bedeutung, um das Profil und das Image einer Schule zu dokumentieren. Weiters versuchen wir, den Kontakt mit dem ORF durch verschiedenste Beiträge aufrechtzuerhalten: 

Radio - So singt man in NÖ, Fernsehen: Bravissimo, Musikwerkstatt, Artefix, Playback's für Kinderlieder, Licht ins Dunkel

 

Instrumentalunterricht

Angebot (in Zusammenarbeit mit der Musikschule Tulln): Gitarre, Klavier, Holzblasinstrumente, Akkordeon, Blechblasinstrumente, Streichinstrumente, Schlaginstrumente (gereiht nach der Häufigkeit der Verteilung) 

Um einen effizienten Ensembleunterricht bieten zu können, ist ein gediegener Instrumentalunterricht von großer Bedeutung. Die Schüler werden in Gruppen betreut und angehalten, wöchentlich ca. 5 x 30 min Übungseinheiten am jeweiligen Instrument einzuplanen. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Schüler, die in der Blasmusik spielen, machen zusätzlich im Sommer im Rahmen der Fortbildung des Blasmusikverbandes die entsprechenden Leistungsabzeichen (Grundkurs, Bronze und Silber)

 

Rückmeldungen

Dreimal haben wir bereits eine Umfrage bei unseren Abgängern durchgeführt, um zu sehen, wo noch etwaige Lücken in unserer Ausbildung sind bzw. in welcher Form sich unsere Abgänger mit Musik beschäftigen. Erfreulich ist dabei das letzte Ergebnis aus dem Jahr 2007 in Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Dr. Michael Huber), welches besagt, dass 92,1 % heute noch ein Instrument spielen, 79 % der Absolvent/Innen sich nach dem Abgang musikalisch weiterbilden und 79% auf vielfältige Weise das Kulturleben der Region mitgestalten, indem sie nach Beendigung der Musikhauptschule in Chören, Schulchören, Blasmusikkapellen, Bands, in der Musikschule, in Ensembles, im Rahmen der Kirchenmusik und in diversen Jugendgruppen musikalisch aktiv sind. 

Erstaunlich sind auch die außermusikalischen Erfolge, denn 83,7 % maturieren später. 

 

Teamarbeit - Musikerteam

Um alle diese vielfältigen und manchmal sehr zeitaufwendigen Arbeiten bewerkstelligen zu können, ist es unbedingt notwendig, dass das Team der Musikerzieher gut zusammenarbeitet. Das Schaffen eines kreativen und produktiven Klimas ist eine wichtige Aufgabe des Direktors sowie des Fachkoordinators für Musikerziehung. 

 

Lehrerfortbildung

Um nicht zu stagnieren und immer wieder neue Themenbereiche zu erarbeiten, um weiters innere Kräfte zu sammeln ist die Fortbildung der Musikerzieher ein wesentlicher Punkt. Ohne die vielen Möglichkeiten und Anregungen, die im breiten Spektrum der österreichischen Lehrerfortbildung angeboten werden, könnten wir heute nicht diese musikalische Qualität bieten.

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